Jörg Ramsauer Literatur, Natur, Sport

Das Drama Kleinkläranlage Wüstenstein

März 20

Es naht der Tag der Abstimmung. Ein Bürgerentscheid soll die Querelen um die Einführung einer zentralen Kläranlage in Wüstenstein beenden. Der Streit um die Abwasserlösung im kleinen Flecken Wüstenstein schwelt offensichtlich bereits seit Mitte der 90er Jahre und wurde durch zahlreiche Gutachten und Gerichtsentscheide begleitet.

Die Befürworter argumentieren, daß zum einen die Förderung von 53,6% der Baukosten durch den Freistaat ohne Lösung verloren gehen würde und zum anderen, daß eine Sanierung der Oberflächenwasserkanäle für 1,7 Mio EUR anstünde. Die Gegner aus den Reihen der Wüstensteiner Bürgerschaft zeigen auf, daß die Technik der Kleinkläranlagen typisch für das Gebiet sei und eine effizientere Entwässerung in die Aufseß gewährleistet wird. Desweiteren werden von ihrer Seite Planungsfehler beim Grünstückskauf ins Feld geführt und daß bereits 8 Anwesen mit Kläranlagen betrieben würden. Ein Verbundsystem würde noch effektiver arbeiten.

Die Befürworter sehen sich im Recht, da der Prozeß demokratisch abgestimmt wurde und zahlreiche Instanzen, den Weg für gut befunden hätten, denn bereits 1995 und 2005 hat man entsprechende Beschlüsse im Marktrat getätigt.

Aus Sicht eines zugezogenen Bürgers mutet dies doch recht eigenwillig an, denn offensichtlich ist der demokratische Prozeß abgeschlossen worden. Dabei wird natürlich allgemein davon ausgegangen, daß im Zuge dieses Prozesses sämtliche Sachargumente vorgebracht und diskutiert worden sind. Es ist klar, daß ein demokratisches Urteil nicht die Zustimmung aller Beteiligten findet.

Die vorgebrachten Argumente können von der Bürgerschaft nur schwer so kurz vor der Wahl geprüft werden, um sich einen Überblick zu verschaffen, so daß zu hoffen ist, daß die Entscheidungen im demokratischen Prozeß ihre Gültigkeit bekommen.

TAUT, H. (2015): Abwasserentsorgung Ortsteil Wüstenstein IN: Mitteilungsblatt des Marktes Wiesenttal 6, 71.

SCHWEGEL, K. – P. (2015): Schreiben zum Bürgerentscheid Abwasserentsorgung Wüstenstein. IN: Mitteilungsblatt des Marktes Wiesenttal 6, 72.

Trainmeuseler Brunnen reloaded

Februar 14

Der Trainmeuseler Brunnen ist eine Besonderheit der Region, da es sich um einen einzigartigen Brunnen auf der Hochebene im Wiesenttal handelt. Für die Bevölkerung von Trainmeusel war der Brunnen in der Vergangenheit ein Segen, da der aufwändige Transport von Wasser aus dem Tal zu früheren Zeiten entfiel.

Das Wasser aus unterirdischen Kraftquellen ist absolut sauber und trinkfähig.

Jedes Jahr wird der Brunnen zu Ostern liebevoll geschmückt und herausgeputzt. Mit dem alten Baumbestand ist er ein schönes Denkmal auf dem Weg zur Burgruine Neideck.

Vor einiger Zeit gab es an dieser Stelle einen Geocache, der jedoch verfiel und in der Folge archiviert wurde. Da an dieser interessanten Stelle auf jeden Fall ein Cache etabliert werden muß, haben wir ihn dort neu ins Leben gerufen und ist unter www.geocaching.com zu finden.

 

Weltgeschichte von Manfred Mai

Februar 14

Das sehr kurzweilig zu lesende Buch von Manfred Mai ist ein Abriß der Weltgeschichte. Der Autor versteht es markante Stationen der Weltgeschichte aufzuführen und ermöglicht dem Leser somit, sich einen schnellen Überblick zu verschaffen.

Von den ersten Menschen verfolgt Mai die Entwicklungen der Menschheit. Er erwähnt lediglich die Essenzen in den jeweiligen Staatenentwicklungen und kann sich natürlich ob des Umfang seines Werkes nicht in Details verlieren. Einige Grafiken bzw. Bilder lockern den Text auf, wobei ich persönlich ein Buch mit noch mehr Bildern schöner finden würde, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Trotzdem ein gelungenes Werk, die sich die Eckpunkte der Weltgeschichte in Erinnerung rufen wollen.

 

MAI, M. (2002): Weltgeschichte. Carl Hanser Verlag, München, Wien. 194 S.

USB Stick formatieren – Problem Windows 10

Januar 23

Obwohl Sie einen Stick vorbildlich mit FAT32 formatiert haben, damit dieser nicht nur in Windows, sondern auch unter MacOS erkannt werden kann, ist es möglich, daß nicht der komplette Speicher erkannt wird. Bei meinem 32 GB USB-Stick erkannte Windows 10 nur 200 MB.

Die Ursache lag in einer unterschiedlichen Partitionierung des Sticks. Dies können Sie überprüfen, indem Sie auf die Starttaste gehen und mit der rechten Maustaste dann den Punkt Datenträgerverwaltung anwählen. Der Stick wird dort als Laufwerk und ggf. mit der von Ihnen gewählten Bezeichnung aufgeführt. Die Korrektur dieses Fehlers war mir mit Bordmitteln nicht möglich, so daß ich auf das nützliche Tool

HP USB Disk Sotrage Format Tool

zurückgegriffen habe, das über die CHIP-Seite angeboten wurde. Die erneute FAT32 Formatierung brachte nichts. Ich löschte mit Hilfe der WINDOWS eigenen Datenträgerverwaltung eine Partition und formatierte dann in das Format NTFS. Jetzt erkannte das System wieder den Stick und zeigte ebenso den vollen Speicherplatz von 32 GB an.

Die großen Kalifen von Gerhard Konzelmann

Januar 3

Dieses Buch ist auch eine Errungenschaft aus dem Bücherschrank in Heiligenhaus, die ich sofort verschlungen habe. Kunzelmann schildert in seinem Historienbericht die Geschichte Arabiens unter den verschiedenen Kalifen bis zum Untergang des letzten Kalifen in Baghdad, Al Mustasim Billahi, den die Mongolen umbrachten. Dies war übrigens ein Schicksal, das offensichtlich etliche Herrscher erleiden mußten. Bei einigen fragt man sich nur, warum dies nicht schon früher geschehen ist.

Interessant ist auch, wie weit sich die Christen in die arabische Welt vorgewagt haben, um dort das Königreich Jerusalem zu errichten. Dem Machthunger der einzelnen Könige und Fürsten ist es zu verdanken, daß man sie wieder verdrängt hat. Doch nicht nur die Christen waren teilweise besessen, sondern auch die Moslems, die sich intern zerfleischten. Der Islam wurde je nach Herrscher entsprechend interpretiert und umgesetzt. Die daraus resultierenden Nachteile wurden auf dem Rücken der Bauern und Handwerker ausgetragen, die sich nicht wehren konnten und oft ausgenutzt wurden.

Das Buch ist spannend geschrieben, obwohl mir ob des Wahrheitsgehaltes zwischendurch Zweifel kamen, als ich über Gerhard Kunzelmann recherchierte. Laut Wikipedia wurde er von einzelnen Wissenschaftlern als Plagiator bezeichnet. Ferner wurden ihm Lügen im Umgang mit der Historie vorgeworfen, so daß man sicherlich etwas kritischer mit den dargebrachten Argumenten umgehen muß, aber dies ist sicherlich auch auf sämtliche historische Quellen übertragbar. Geschichten und Erzählungen sind immer auch subjektiv zu sehen. Sehr schön gemacht ist auch die Karte über das Herrschaftsgebiet der Kalifen zu den unterschiedlichen Zeitpunkten sowie die chronologische Abfolge der Herrscher auf den letzten Seiten.

 

KONZELMANN, G. (1990): Die großen Kalifen. Das goldene Zeitalter Arabiens. Manfred Pawlak Verlag, Herrschen. Lizenzausgabe des Verlages Herbig, München. 408 S.

Meine zwei Leben von Karlheinz Hackl

Januar 3

Karlheinz Hackl beschreibt seine zwei Leben vor und nach seinem Gehirntumor. Das Buch ist in Anlehnung an ein Theaterstück aufgebaut.

Die beiden Autoren, Andrea Fehringer und Thomas Köpf schreiben eher im umgangssprachlichen Stil. Neben Ausführungen von Hackt über Kollegen wird die Phase nach seiner Operation beschrieben, als er mit schwankenden Gemütszuständen zu kämpfen hatte, die seine Umwelt maßgeblich unter Streß setzten.

Die Ausführungen über seine Kollegen hätten kürzer gefaßt werden können zu Gunsten eines Einblicks in seine Gefühlswelt nach der Operation. Warum hat er teilweise so aggressiv reagiert. Diese Frage würde man gerne beantwortet wissen. Trotzdem habe ich das Buch schnell durchgelesen und konnte es nicht aus der Hand lesen. Ein Zufallsfund aus dem Bücherschrank in Heiligenhaus.

 

HACKL, K.-H. A. FEHRINGER (Bearb.), T. KÖPF (Bearb.) (2009) Meine zwei Leben. Ein ziemliches Theater. Ueberreuter Verlag, Wien. 221 S. geb.

 

 

 

 

Bio Gras – der neue Getreidesaft

November 12

In Zeiten eines monotonen Angebots im Gartenbau suchen viele Unternehmer nach alternativen Lösungen, um sich dem zunehmendem Wettbewerbsdruck zu entziehen.

Im oberpfälzischen Schwandorf sitzen kreative Köpfe, die sich auf die Produktion von gesunden Grassäften spezialisiert haben. Das Unternehmen Kauzner, früher ein produzierender Betrieb für Beet- und Balkonpflanzen, hat diese Marktlücke entdeckt und mit dem Aufbau von verschiedenen Produktlinien unter dem Namen „saftgras“ begonnen.

Neben den unbehandelten Direktsäften aus Dinkel, Gerste gibt es auch Granulate und auch Säfte in Cellulose Kapseln. Laut dem Untersuchungslabor Gesellschaft für Bioanalytik sind die Produkte reich an essentiellen Aminosäuren, Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen (A,D, E, B1,B2,B5,B6,B12), Folsäuren, Cholin, hochwirksamen Enzymen sowie sekundären Pflanzeninhaltsstoffen.

Bio Brokkoli Keimlinge oder Keimlinge aus Bio Buchweizen ergänzen das Ernährungsprogramm. In der Produktion werden zertifizierte Materialien vewendet und Hygienestandards eingehalten. Zur Frische trägt auch bei, daß für die Säfte nur der erste Schnitt genutzt wird.

Ich durfte selbst die Säfte probieren, die teilweise mit Ingwer oder Meerrettich versetzt sind. Sicherlich ein eigenwilliger Geschmack und nicht vergleichbar mit den industriell gefertigten Fertigprodukten, die oftmals zusätzlich gesüßt werden, aber mit Sicherheit sehr gesund und gerade im Hinblick auf eine abwechslungsreiche Ernährung ein gutes Ergänzungsprodukt.

Wir wünschen dem Produkt eine weite Verbreitung und gratulieren der Firma Kauzner zu dieser Marktnische.

 

Weitere Infos unter

www.saftgras.de, tel. 09431-2439, email: info@saftgras.de

AWO Gärtnerei in Kitzingen – ein Projekt geht zu Ende ?

November 10

Lange Jahre bildete die AWO Gärtnerei in Kitzingen eine Heimat für psychisch erkrankte Menschen, die durch die Gärtnerei wieder einen Sinn in ihrem Leben gesehen haben.

Die gepachtete Gärtnerei wird nun zum Ende des Jahres geschlossen. Allerdings noch nicht ganz, so Franz Bechter, der der Gärtnerei über ein Jahrzehnt vorstand, denn die Überwinterung der Pflanzen wird noch wie gewohnt durchgeführt werden. Mit Ende der Früjahrssaison wird dann die gepachtete Gärtnerei endgültig aufgegeben.

Franz Bechter, der dann in seinen Ruhestand eintreten wird, ist dennoch nicht ganz zufrieden, denn ihm liegen „seine“ Mitarbeiter sehr am Herzen. Ohne die Gärtnerei haben sie keine Aufgabe mehr und keinen Halt. Sogar in ihrer freien Zeit sind sie oftmals im Betrieb erschienen, um mit ihren Kollegen Kontakt halten zu können. Franz Bechter liegt es darum sehr am Herzen, eine Beschäftigung für seine Schützlinge zu finden. Aufgrund der eingeschränkten Mobilität sollte es eine Aufgabe im Raum Kitzingen sein. Denkbar wären Montagearbeiten, die ein wenig Zeit benötigen. Bechter ist sogar bereit, eine weitere Betreuung über den Renteneintritt zu gewährleisten, so sehr liegt ihm seine Arbeit am Herzen.

Die Zukunft des Pachtobjektes ist hingegen offen. Eine Nachfolge ist im Hinblick auf den altersbedingten Zustand und dem Investitionsstau sowie der Wettbewerbssituation vor Ort als problematisch anzusehen, obwohl die Gärtnerei ihre biologische Gemüseproduktion ohne Probleme absetzen konnte.

Wer aus der Leserschar eine Idee zur Weiterbeschäftigung der Menschen hat, kann sich gerne unter awo-gaertnerei@awo-unterfranken.de an Franz Bechter wenden. Ich wünsche mir auf jeden Fall, daß es einen sozial denkenden Unternehmer gibt, der den sozial benachteiligten Menschen eine sinnvolle Tätigkeit ermöglichen kann und werde mich aktiv in die Suche mit einschalten sowie dann darüber berichten

 

Pflanzen der Bibel

Juni 27

Die Feige ist die erste Pflanze, die in der Bibel Erwähnung findet. Von den ca. 2600 Pflanzenarten in Israel werden 110 in der Bibel benannt. Da zu Lebzeiten von Jesus das Leben sehr landwirtschaftlich geprägt war, wurden dementsprechend auch viele Vergleiche und Bezüge in den Schriften hergestellt.

Es gibt derzeit auch viele Bibelgärten in Deutschland, die es lohnt sich anzusehen (www.bibelgarten.info)

Philosophie – Was geht mich das an ?

Juni 14

Das früher bundesweite Funkkolleg mit Radiosendungen und Studienbriefen wurde vor etlichen Jahren leider eingestellt und vom Hessischen Rundfunk in veränderter Form weitergeführt. Es gibt nunmehr keine Studienbegleitbriefe, sondern nur noch die Radiosendungen, die auch als Podcasts im Internet zur Verfügung stehen. Am Ende des Funkkollegs werden die Radiosendungen zusammengefasst als Buchform herausgegeben.

Als diesjähriges Funkkolleg wurden aktuelle Themen aus Sicht der Philosophie beleuchtet. Dazu kamen nicht nur heutige Philosophen zu Wort, sondern es wurde auch der historische Kontext zu den antiken Philosophen hergestellt.

Unter der Federführung von Regina Oehler und Julia Tillmanns kam so ein sehr kurzweiliges Buch heraus, daß in 24 Lektionen die Bandbreite der Philosophie beleuchtet. Jeder der mal in die Philosophie hineinschnuppern möchte, dem sei der recht preiswerte Band empfohlen.

 

REGINA, O., J. TILLMANNS (Hrsg.) (2015): Philosophie – Was geht mich das an ? Verlag Komplett-Media GmbH, München, 336 S. ISBN:978-3-8312-0415-1

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